Karimah Ashadu
Karimah Ashadu ist die Empfängerin des Philipp-Otto-Runge Fellowships 2026. Im Rahmen der 9. Triennale der Photographie Hamburg 2026 präsentiert die Hamburger Kunsthalle in der Ausstellung ABER ICH | DIE WELT | ICH SEHE | DICH Karimah Ashadus Film MUSCLE (2025).
Die Philipp-Otto-Runge-Stiftung ist dem Andenken des Künstlers Philipp Otto Runge (1777–1810) gewidmet, renommierter deutscher Maler, der zusammen mit Caspar David Friedrich die führende Persönlichkeit der romantischen Kunstbewegung war. Die Hamburger Kunsthalle besitzt die wichtigsten Werke Runges. Der Künstler wurde zeitlebens von seinem Bruder Johann Daniel Runge (1767–1856) unterstützt, der seine Studien und Ideen auf außergewöhnliche Weise förderte.
In dieser Tradition unterstützt die Philipp-Otto-Runge-Stiftung Künstler*innen, die Entwicklung ihrer künstlerischen Auseinandersetzung und ihres Schaffens. Das Fellowship soll es Künstlern ermöglichen, sich in der Hamburger Kunsthalle einem breiten Publikum zu präsentieren. Die Mittel sollen für Ausstellungen oder Publikationen sowie für Forschung, Produktion, Transport und Reisen verwendet werden. Zu den Fellows der letzten Jahre gehörten Susan Philipsz, Dominik Halmer, Manuel Rossner, Vibha Galhotra, Jenevieve Aken, Thea Djordjadze und Truong Công Tùng.
Karimah Ashadu (geb. 1985 in London) ist eine in Großbritannien geborene nigerianische Künstlerin und Filmregisseurin, die zwischen Hamburg und Lagos lebt und arbeitet. Ihre vorrangig gesellschaftlich relevante Arbeit befasst sich mit Arbeits- und Selbstbestimmungspraktiken im sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Kontext Westafrikas und seiner Diaspora. Der Film MUSCLE (2025) ist ein intimes Porträt von Bodybuildern im Herzen der Slums von Lagos, die nach einem hypermaskulinen Ideal streben, und setzt die Forschung der Künstlerin zu Fragen der sozioökonomischen Unabhängigkeit und des Patriarchats im Kontext der westafrikanischen Kultur und Gesellschaft fort.
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